, Hans-Dieter Teske / Günther Wallburg / Siegfried Lochstampfer

Kulturreise Sachsen

09/2023

Kulturreise
des Bürger- & Kulturvereins Bad Liebenzell 
nach Sachsen

von Hans-Dieter Teske und Günther Wallburg

Vom 10. bis 17. September 2023 führte der Bürger- & Kulturverein Bad Liebenzell eine Kulturreise nach Sachsen durch. Wie bereits der Ausschreibung zu entnehmen war, führte die Reise in eine Gegend, die besonders viel zu bieten hat. Eine einmalige Fluss- und Gebirgslandschaft, Zeugnisse einer glanzvollen Vergangenheit, großartige Kulturschätze und eines der schönsten Altstadtensembles Deutschlands.
In Plauen besuchten die 42 Reiseteilnehmer auf ihrer Anreise das dortige « Spitzenmuseum », um sich über die Entwicklung der Spitzen- und Stickerei-Industrie des Vogtlandes und ihrer textilen Kostbarkeiten der letzten 200 Jahre zu informieren. In Dresden ist die Woche über das Basisquartier gewesen. Auf geführten Rundgängen durch die Altstadt der sächsischen Metropole Sachsens konnten die Woche über unzählige Sehenswürdigkeiten und Prunkbauten der einstigen sächsischen Kurfürsten wie Semperoper, Residenzschloss mit Grünem Gewölbe, Zwinger, Brühlsche Terrassen, oder auch die Hof- und Frauenkirche besichtigt werden und man sich davon überzeugen lassen, dass der Name « Elbflorenz » durchaus seine Berechtigung habe. Von Loschwitz aus ging es mit einer der ältesten Standseilbahnen der Welt hinauf zum Stadtteil « Weißer Hirsch » zum Mittagessen auf der Terrasse des « Luisenhofs » mit herrlichem Ausblick auf das Elbtal. Die Russisch-orthodoxe Kirche mit ihren fünf golden und grün leuchtenden Zwiebeltürmen, die im Altrussischen Stil für die am sächsischen Königshof akkreditierte russische Gesandtschaft erbaut wurde, die Tabak-Moschee mit ihrem orientalischem Flair, die ehemalige Garnisonskirche wie auch die « Pfundsche Molkerei », einer der schönsten Milchläden der Welt mit seinen handbemalten Majolika-Fliesen seien dann die weiteren Programmpunkte  gewesen. Am dritten Tag führte die Reise in die Oberlausitz nach Görlitz, der Grenzstadt an der Neiße. Eine Orgelandacht in der Peterskirche auf der « Sonnenorgel » mit ihren 6219 Pfeifen beeindruckte einst schon den russischen Zaren Peter I. Zittau und ein Rundgang durch die ehemalige böhmische Kaiserburg auf dem Oybin und der Besichtigung eines Kleinods deutschen Bauerbarocks, der dortigen Bergkirche, seien nach Meinung vieler Reiseteilnehmer absolute Höhepunkte gewesen. Das Elbsandsteingebirge und die bizarren Felsformationen der Sächsischen Schweiz mit einer Besichtigung der Festung Königstein und der Bastei mit abschließendem Besuch von Pirna standen ebenfalls auf dem reichhaltigen Programm. Mit einem 100 Jahre alten Raddampfer, ging es an einem anderen Tag vorbei an imposanten Elbschlössern und unter dem « Blauen Wunder » hindurch, einer der ältesten Hängebrücken Europas, auch nach Pillnitz zur Sommerresidenz des Dresdner Hofes. Auch Meißen und Moritzburg war ein Tag gewidmet. Dort fuhr man mit einem gläsernen Panoramaaufzug auf den Burgberg, besichtigte die reiche Ausstattung und bedeutenden Sakralbauten des Doms, bis dann später in Moritzburg in der « Churfürstlichen Waldschänke » das Mittagessen stattfand und ein anschließender Spaziergang im Jagd- und Lustschloss von August dem Starken und dem weitläufigen Park die Sinne der Gruppe beflügelte. Mit Besuchen der berüchtigten Sonderstrafanstalt der DDR in Bautzen und dem August-Horch-Automobil-Museum in Zwickau endete eine Reise, die uns die Schönheit Sachsens in all ihren Facetten aufzeigte.