, Hans-Dieter Teske, Günther Wallburg, Daniel Novak

Traumhafte Kulturreise nach Tschechien

Fotobuch von Margot Novak

Kulturreise durch Südböhmen nach Prag
Werner Komenda

Voll freudiger Erwartung brachen am 14. September bei regnerischem Wetter 42 Teilnehmer zur diesjährigen Kulturreise des Bürger- & Kulturvereins nach Tschechien auf. Auf dem Programm standen Besichtigungen von beeindruckenden, malerischen Orten in Süd- und Mittelböhmen und ein dreitägiger Aufenthalt in der „goldenen Stadt“ Prag, einer der schönsten Hauptstädte Europas.
Erste Stadtion war die südböhmische Kleinstadt ČESKÝ KRUMLOV, zu deutsch Krumau. Das in einer Schleife der Moldau gelegene und wegen seines geschlossenen mittelalterlichen Stadtbildes und seiner auf einem Felsen thronenden Schlossanlage zum Weltkulturerbe zählende Städtchen beeindruckte die Teilnehmer bei ihrem Bummel durch die winkeligen Altstadtgassen. Danach ging´s weiter zur weltbekannten Bierstadt ČESKÉ BUDĚJOVICE (Budweis), wo die Gruppe für die folgenden drei Tage im gleichnamigen Hotel ihr Quartier aufschlug.
Am nächsten Tag stand zunächst das alte, ehemals deutsche Bauerndorf HOLAŠOVICE (Hollschowitz) auf dem Programm, das wegen seiner ursprünglichen Struktur und seiner im südböhmischen Barock errichteten Höfe ebenfallszum Weltkulturerbe zählt. In PRACHATICE (Prachatitz), einem Städtchen, das durch seine Lage am einstigen Handelsweg zwischen Passau und Prag schon früh zu Wohlstand kam, waren insbesondere die mit Sgraffiti geschmückten Häuser sehenswert. Zurück in Budweis durfte natürlich eine Führung durch die weltbekannte Brauerei nicht fehlen.
Am dritten Tag der Reise ging es zuerst in den mährischen Landesteil nach TELČ (Teltsch), einem Bilderbuch-Städtchen mit einem groß angelegten Marktplatz, malerischen Giebelhäusern aus der Zeit der Renaissance und des Barocks und einem im Stil der Renaissance erbauten Schloss. Nächste Station war TŘEBOŇ, zu
deutsch Wittingau, eine alte Kurstadt mit Schloss und Kloster, die sich insbesondere durch die Teichwirtschaft einen Namen gemacht hatte.
Nach weiteren Stationen in JINDŘICHŮV HRADEC (Neuhaus) und TABOR, dem einstigen Zentrum der Hussitenbewegung, ging es nach PRAG, wo die Gruppe für die zweite Hälfte der Reise im Hotel Duo Quartier bezog und nach einem Abendessen in einem urigen Altstadt-Lokal erste Eindrücke von der goldenen Stadt auf sich wirken ließ. Nach Ausflügen nach KUTNÁ HORA (Kuttenberg) mit seiner einzigartigen gotischen Kathedrale und KONOPIŠTĚ (Konopischt), einem alten Adelssitz, den der österreichische Thronfolger Franz Ferdinand 1889 zu einer prunkvollen Palastanlage hatte umgestalten lassen, war „endlich“ Prag an der Reihe. Hierfür konnten die Organisatoren Hans-Dieter Teske und Günther Wallburg Daniel Novak gewinnen, der als Tscheche und ehemaliger Bürger der „goldenen Stadt“ die Teilnehmer professionell durch Gässchen und Winkel führte und ausführlich über die Geschichte der Stadt informierte. So ging es vom Wenzelsplatz in der Neustadt durch versteckte Gassen und die mit architektonischen Schmuckstücken gespickte Altstadt zum Altstädter Ring, dem mittelalterlichen Herz Prags mit seiner weltberühmten astronomischen Rathausuhr, und weiter durch die Josefstadt mit ihren beeindruckenden Jugendstilhäusern und einem Abstecher zur Jerusalem-Synagoge, der größten
Synagoge Prags, hin zur weltberühmten Karlsbrücke, wo wir dem Heiligen Nepomuk Reverenz erwiesen. Den rund 10 km langen Parcour meisterte die Gruppe mit Bravour. Am nächsten Tage ging es auf den Prager Burgberg, den „Hradschin“. Nach einem Besuch der beeindruckenden Bibliothek des Klosters „Strahov“ und einer
Besichtigung des Loreto-Heiligtums, einem Rundgang durch den Veitsdom und vielem mehr genossen die Teilnehmer bei herrlichstem Wetter die Aussicht auf die
goldene Stadt. Danach ging es den Burgberg hinunter zur Moldau, wo die Gruppe bei einer Schifffahrt mit Verköstigung und Musik den erlebnisreichen Tag ausklingen ließ. Am nächsten Tag hieß es Abschied nehmen und sich auf den Heimweg zu begeben. Nach einem Halt in dem malerischen Städtchen LOKET (Ellbogen) mit beeindruckender Führung durch die mittelalterliche Burg und einem letzten gemeinsamen Essen in CHEB, der früheren Reichsstadt Eger, erreichten die Teilnehmer wohlbehalten und voller schöner Eindrücke unser Bad Liebenzell.
Mit Dankesworten an Günther, Dieter und Daniel für die tolle Organisation der erlebnisreichen Woche und den Busfahrer Hermann für die reibungslose und sichere Busfahrt endete eine weitere beeindruckende Kulturreise des Bürger- und Kulturvereins Bad Liebenzell.

Nachstehend der QR-Code zum 100-seitigen Fotobuch von Margot Novak. Das Passwort dazu bitte per Mail beim Verein angefordern.